750 Jahre Euba
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Geschichte

Quelle:Festschrift 75Jahre Schule Euba u.Privatarchiv

aktualisiert am 23.09.2000

Jedem der aus Richtung Gablenz nach Euba kommt, fälltDer Eibsee entsteht die Mauer der Talsperre Euba auf. Sie wurde in den Jahren von 1912 bis 1914 aus den Steinen errichtet, die aus dem Steinbruch des späteren Eibsee gebrochen wurden. Der Transport erfolgte mit einer Feldbahn zur Baustelle. Die Mauer ist 180m lang und 14m hoch. Das Fassungsvermögen ist 150000 m3 und diente der Reichsbahn im Bahnbetriebswerk Hilbersdorf als Brauchwasser für die Dampflokomotiven. In den Spitzenzeiten wurden früher täglich  4 000m3 gebraucht. Das Wasser floß durch eine unterirdische Rohrleitung bis nach Hilbersdorf zur Aufbereitung. Da ein Mindestwasserstand von 7m gewährleistet werden mußte, war für die Badegäste immer genügend Wasser vorhanden.

Talsperre während der BauzeitAber bis zur Genehmigung, die Talsperre als Badesee zu nutzen, waren lange Verhandlungen mit der Reichsbahndirektion Dresden nötig und Auflagen zu erfüllen. In den 50iger Jahren wurde mit viel Elan das Talsperrengelände verschönert, es wurden Umkleidekabinen, Toiletten und der Zaun gebaut.

Und der heutige Zustand ist bekannt. Die Bahn braucht kein Wasser mehr, die Mauer ist undicht und das Baden ist verboten.

Beim folgenden Bild können Benutzer von Microsoft-Explorer beim Zeigen mit der Maus auf interessante Details die Örtlichkeiten am Mauszeiger ablesen.

 

Garagengelaende Talsperre Eubaer Str. W.-Klippel-Str. Weisser Weg, Kuckucksdelle Uebungsgelaende mit Eibsee Schiessstand, Tanklager Anton-Guenter-Siedlung Heideschaenke

Auf dieser Luftbildaufnahme sind einige interessante Details von Euba zu sehen:

  • Talsperre
  • milit.Übungsgelände mit Eibssee undGaragen
  • Walter-Klippel-Straße
  • Weißer Weg mit Kuckucksdelle und Anton-Günter-Siedlung
  • ganz links ist die Heideschänke
  • milit. Schießplatz und Tanklager
  • und quehr übers Bild führt die Eubaer Straße

Hier ist noch ein Blick auf den Eibsee von heute. Man sieht ihm garnicht an, daß er in den letzten 40 Jahren als Müllplatz mißbraucht wurde. Nach der Wende beräumten ABM-Kräfte hunderte von Altreifen und auch einige Schrottfahrzeuge. Aber die Natur hat alles wieder. Beim Vergleich mit dem obersten Foto kan man sich nicht mehr vorstellen, wo die vielen Menschen gebadet haben.